In den Siebzigern fing es an
(In the seventies it begun)

 

Wir sind ein kleiner 2200-Seelen-Ort in Ostwestfalen. Traditionell wird in unseren Gegenden jährlich ein 3-tägiges Schützenfest gefeiert.
Unser Termin ist immer das Wochenende um den zweiten Juli-Sonntag.
Für gewöhnlich geht solch ein Schützenfest von Samstags bis Montags. 
Dienstags sind dann immer alle sehr traurig, weil das schöne Schützenfest schon wieder vorbei ist.

Aber wir haben uns gesagt, dass muss ja nicht sein!!!

A
m Schützenfest Dienstag des Jahres 1998 versammelte sich  eine kleine Gruppe von Schützenfest geschädigten Mitbürgern in der Gaststätte Segin  in Wewelsburg, um sich von den Nachwehen dieses 3 Tage- Festes zu erholen.
Nach einer gehörigen Menge an  Pils und Steinhägern, regte  Schützenbruder Uli Hüwel  an, dass man doch mal wieder das Runkelschiessen (siehe unten)einführen sollte. Der Kamerad Andreas Szelejewski (heute Kallemeier)  machte sich auf den Weg in Schmelters Lebensmittelgeschäft, mit der Aufgabe, irgend ein Gemüse zu besorgen, welches mit Holzscheiten abgeworfen werden kann. Es war ein Weißkohl, den man im Volksmund auch Kappes nennt. Seit her wird wieder jährlich auf dieses Gemüse (mittlerweile ein Wirsing-Kohl) geworfen und ein neuer König ermittelt.

In den siebziger Jahren nannte man dieses Fest noch das Runkelschiessen, weil  dementsprechend auf eine Runkel geworfen wurde.1983 fand das letzte Runkelschiessen laut aussage von Dietmar Thorenz statt. Der König war damals  Andreas "Urki" Linneweber. Stefan Fricke (Opel-Fricke Salzkotten)  machte bereits im Jahr 1981 dieses Runkelschiessen seinen Salzkottener Schützenbrüdern schmackhaft . Und seit dem  gibt es somit das Runkelschiessen auch in Salzkotten. 

Mittlerweile finden Jahr für Jahr rund 150 Freunde und Gönner dieser Schützenfestnachlese den Weg zum Gasthof Segin.

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